Unterlieg nicht der Spielerfalle

May
24

Wenn auch weniger stark ausgeprägt als bei anderen Casinospielen oder Video-Slotmaschinen: Poker ist ein Glücksspiel, bei dem man stets ein gewisses Risiko eingeht. Basierend auf den Faktoren Karten, Mitspieler und Spielposition, trifft man beim poker ganz spezifische Spielentscheidungen. Diese drei Faktoren führen dazu, dass die gleiche Hand je nach Situation völlig unterschiedlich gespielt werden kann und gespielt werden muss.

Die Spielerseele eines jeden Spielers kann diesen jedoch leicht zu falschen und irrationalen Spielentscheidungen verleiten. Unter der Spielerfalle versteht man den Versuch, sich selbst davon zu überzeugen, dass der nächste Spielzug von Glück, Wahrscheinlichkeiten und den vorherigen Händen gekennzeichnet sein wird. Die Spielerfalle verführt Spieler dazu, nur noch ein einziges Mal zu spielen, - und dann noch einmal und noch einmal.

Die „Spielerfalle“ lässt Spieler auch die einzige Wahrheit des Spiels vergessen. Nämlich, dass die Karten stets zufällig ausgeteilt werden und die vorherige Hand nicht die nächste beeinflusst.

Das folgende Beispiel macht deutlich, wie die Spielerfalle vernünftiges poker spielen verhindert. Nachdem ein Spieler zehn Mal nacheinander verloren hat, ist er nun davon überzeugt, dass er bei der nächsten Hand gewinnen müsse. Auch wenn es wahr ist, dass sich Glück auf lange Sicht ausgleicht. So heißt das nicht, dass sich eine Pechsträhne auf Grund von Wahrscheinlichkeiten auf jeden Fall bald zum Guten wenden muss.

Zwar ist die Wahrscheinlichkeit, zehn Mal mit einer Hand mit einer Gewinnchance von 1:5 zu verlieren eher unwahrscheinlich. Aber die Gewinnquoten sind nur Mittelwerte. Jede Hand ist zufällig. Nur weil jede Hand eine bestimmte Gewinnchance- und Häufigkeit hat, heißt das nicht, dass der Gewinn auch auf alle Fälle so zutreffen wird. Man sollte deshalb nicht dem Irrglauben verfallen, beim nächsten Spiel sicher zu gewinnen, da die letzten Spiele verloren wurden,- denn das ist die Spielerfalle!